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Wie bereits berichtet, konnte sich die Handball-A-Jugend des TV Gundelfingen vor etwa einem Monat in ihrer Liga als ungeschlagener Meister behaupten. Sie dominierten die gesamte Spielzeit über die ÜBOL-Staffel West klar und sicherten sich verdientermaßen den ersten Rang.

Am Sonntag den 25.03.2018 stand dann als Saisonhöhepunkt das Staffelfinale ins Haus. An diesem Tag trafen in Altenerding die Meister aller ÜBOLs Bayerns aufeinander, um um den Titel „Bayerischen Meister der ÜBOL“ zu kämpfen.

In der Vorrunde traf man zunächst auf Kempten-Kottern, die man in der doch recht knapp bemessenen Spielzeit von nur 2×10 Min. mit 5:9 besiegen konnte. Im zweiten Gruppenspiel sicherten sich die Mädels um das Trainergespann Huber/Kerler auch gegen die JSG Nürnberger Land zwei Punkte (12:8) und zogen als Gruppenerster ins Halbfinale ein, wo der TVG gegen den TV Ochsenfurt antrat. Auch hier beherrschte man das Spielgeschehen zunächst klar (6:1), ließ dann aber die erforderliche Konsequenz vermissen (6:6), ehe man sich nach einer Auszeit nochmals sammelte und sich beim Endstand von 11:6 über den Finaleinzug freute.

Das letzte Spiel des Tages war gegen den HSV Hochfranken zu bestreiten. Das Finale hielt, was es versprach: Es war an Spannung kaum zu überbieten! Keines der beiden Teams konnte sich während des gesamten Spielverlaufs vorentscheidend absetzen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen prägte beide Halbzeiten, in denen keiner etwas zu verschenken hatte. Der Kampfgeist war auf beiden Seiten groß, doch als man drei Minuten vor Abpfiff mit zwei Zählern zurücklag (8:10), schwand die Hoffnung schon ein wenig, die Partie noch für sich entscheiden zu können. Dann jedoch kam Jana Kling zweimal in Folge zum Torabschluss und brachte ihre Mannschaft wieder ins Spiel. Julia Bamberger verwandelte nervenstark einen zugesprochenen 7m, so dass man die 1-Tore-Führung nur noch 40 Sekunden über die Zeit hätte retten müssen. Doch mit der Schlusssirene versenkte Hochfranken einen platzierten Rückraumwurf im TVG-Gehäuse. 11:11 leuchtete auf der Anzeigetafel. Das hieß: 7m-Werfen! Fünf Schützinnen beider Teams mussten hierfür nominiert werden. Die Spannung und Aufregung war den Mädels ins Gesicht geschrieben, aber dennoch fassten sich einige Gundelfinger Mädels ein Herz und erklärten sich bereit, für ihre Mannschaft in die Presche zu springen. Und dann war da ja noch Lena Pertler, die TVG-Keeperin! Sie sollte in diesem Show-Down noch eine entscheidende Rolle spielen. Gleich den ersten Wurfversuch der Gegner konnte sie reaktionsstark vereiteln! Eva Gerstmayr machte für den TVG den Anfang und verwandelte ihren Wurf zielsicher. Auch der zweite gegnerische 7m fand dank Lena nur den Weg am Tor vorbei, worauf Jana Kling prompt mit einem Gegentreffer antwortete. Der nun sichtbar nervösere HSV versuchte es ein drittes Mal – und scheiterte erneut an der zur Hochform auflaufenden Gundelfinger Torhüterin! Jésula Thomas hatte es dann wortwörtlich in der Hand: Sie behielt die Nerven und erzielte den 14:11-Siegtreffer! Die jeweils noch zwei ausstehenden Würfe waren reine Formsache, doch auch hier behielt Lena Pertler ihre weiße Weste und wurde zur gefeierten Heldin des Tages!

Direkt im Anschluss an diesen Handball-Krimi fand dann auch die Siegerehrung statt. Die Gundelfingerinnen nahmen überglücklich und stolz ihren Wimpel entgegen und freuten sich zudem über einen Satz Meisterschafts-Shirts, den es als Siegesprämie obendrauf gab.

Als „Meister der Meister“ trat man somit nach einem langen Handballtag die Heimreise an. Mit diesem Titel krönt die wA eine sowieso schon perfekt Saison. Und es hätte sicher keinen schöneren Abschluss für die Jugendspielzeit der 11 Mädels geben können!

 

Für den TVG kämpften und siegten:

Lena Pertler (TW), Jana Kling (10/1), Jésula Thomas (9/1), Eva Gerstmayr (7/6), Julia Bamberger (6/2), Veronika Berchtenbreiter (4), Nicole Fischer (3), Marie Hopf (3), Jannika Saller (2), Katharina Gerstmayr (2/1), Kim Eckmaier

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