In Damen 1

Die  Gundelfinger TV-Damen haben sich am Sonntag nach einer hart umkämpften Partie den Gästen aus dem mittelfränkischen Winkelhaid geschlagen geben müssen. Die Favoriten haben trotz schwacher Bank ihrer Rolle nichts nachstehen lassen und mit einem Endspielstand von 16:22 zwei Punkte mehr auf ihr Konto gepackt. Aussichtslos war das Spiel für die Gastgeberinnen allerdings nicht.

Zunächst musste Gundelfingen die Abwehr ordnen. Vor allem über die rechte Seite gelangen den Gegnern schnelle und einfache Tore. Winkelhaid setzte sich mit 1:4 ab. Gundelfingen ließ sich aber nicht lange bitten. Mit der kompakteren Defensive wurde nach den Balleroberungen der Angriff viel dynamischer, der nicht immer aber doch immer wieder, erfolgreich mit Toren abgeschlossen wurde. Das Team nutzte eine Überzahlphase, um einen Vier-Tore-Vorsprung wieder schmelzen zu lassen. In der 18. Minute stand es 6:8. Die Taktik von Trainer Christof Traut ging zunächst auf: Winkelhaid war mit dem Tempo-Spiel der Gundelfingerinnen gut bedient.

Plötzlich hielt allerdings Hektik Einzug in die Reihen des TVG. Unkonzentriert passierten zu viele Fehler, Torversuche scheiterten. Winkelhaids Spielerinnen bauten den Vorsprung um drei weitere Zähler aus und dann auch noch das: eine rote Karte gegen Cindy Huber. Sie versuchte einen Konter zu unterbinden, war allerdings in den Augen der Schiedsrichter nicht mehr in der Lage, den Ball zu erwischen, weshalb ihr Foul an der Gegenspielerin acht Minuten vor der Halbzeitpause hart geahndet wurde. Die Aufgabe, als Gewinner aus dem Spiel zu gehen, wurde für Gundelfingen nicht einfacher.

Falls Winkelhaid aber dachte, dass die Partie gegen die Gastgeber nach dem Ausschluss einer wichtigen Spielerin dann weniger Kraft kosten würde, wurden die Gäste eines besseren belehrt. Nicole Kerler nutzte auf der linken Halbposition dreimal hintereinander eine vom Team gut herausgearbeiteten Lücke und verkürzte auf 9:12. Monique Baumgärtner, die im Tor in die Presche sprang, machte ihre Arbeit gut und unterstützte die kurze Aufholjagd. Die Kontrahenten gingen mit einem Spielstand von 9:13 in die Kabinen. Für Gundelfingen war noch nichts verloren.

Den Auftakt der zweiten Hälfte nutzten dann allerdings wieder die Gäste, um den Vorsprung auszubauen. Souverän verwandelten die Spielerinnen auf sämtlichen Positionen ihre Chancen. Etwas, das die Gundelfingerinnen nicht immer schafften und ihnen am Ende zum Verhängnis wurde. So oft das Team schöne Möglichkeiten herausarbeitete, sie belohnten sich nicht mit Treffern. Würfe landeten im Netz, am Pfosten oder am Körper der gegnerischen Keeperin – nur nicht im Tor. Auch wenn Gundelfingen in der zweiten Hälfte noch Chancen hatte, zumindest an ein Unentschieden heranzukommen, dominierte Winkelhaid das Spiel und ging mit 16:22 aus der Halle – dem Anschein nach allerdings auch nicht zu hundert Prozent zufrieden. Die Defensive Gundelfingens hatte viele Aktionen gut im Griff, was ein deutlicheres Ergebnis jedenfalls verhinderte.

Trainer Traut war am Ende zufrieden mit der Leistung des Teams gegen einen Gegner, der die vergangene Saison auf dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen hat. Den Sieg holte sich Winkelhaid in seinen Augen vor allem mit dem überwiegend fehlerarmen Spiel. “Davon haben wir zu viele gemacht”, sagte er abschließend und hob die kämpferische Leistung der Landesligadamen hervor, die sich 60 Minuten mit hohem Tempo und viel Stärke gezeigt haben.  (vmö)

Spielerinnen: Baumgärtner (Torwart); Bergbreiter (1), Kerler (5), Gerstmayr E., Gerstmayr K., Huber C. (2), Haselmeier (4/(3 Siebenmeter)), Kling Jana (1), Fischer, Kling Jennifer, Eckmaier, Thomas (3), Huber S.

Spielfilm: 2:4, 4:8, 6:10, 9:13; 11:16, 13:19, 13:21, 16:22

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