Die Gundelfinger hatten sich nach der herben Pleite gegen Göggingen viel vorgenommen. Zwei Wochen lang wurde im Training akribisch an der Aufarbeitung der eigenen Fehler gearbeitet, denn gegen den Spitzenreiter aus Niederraunau durfte man sich keinerlei Nachlässigkeiten erlauben. Entsprechend fokussiert startete die Mannschaft in ein Spiel, das von Beginn an das erwartete Tempo und eine enorme Intensität bot.
Die Abwehr der Hausherren präsentierte sich von der ersten Minute an stabil und aufmerksam. Immer wieder zwangen die Gundelfinger die Gäste zu langen Angriffen und erschwerten ihnen klare Abschlussmöglichkeiten. Auch die sonst gefährliche zweite Welle des Tabellenführers wurde häufig früh und effektiv unterbunden. Gleichzeitig stellten jedoch auch die Niederraunauer ein hartnäckiges Bollwerk auf, durch das sich die Gärtnerstädter ihre Treffer mühsam erarbeiten mussten.
Besonders hervorzuheben war die konsequente Defensivarbeit gegen Rückraum-Shooter Moritz Kornegger. Durch das frühzeitige, aggressive Stören von Marco Krumscheid und die starke Unterstützung der letzten Instanz im Tor, Dominik Brucker, wurden dessen Würfe immer wieder entschärft. Brucker setzte mit zahlreichen Paraden wichtige Akzente und trug so zur defensiven Stabilität bei.
Die erste Halbzeit verlief insgesamt ausgeglichen, jedoch mit leichten Vorteilen für Gundelfingen, das meist knapp in Führung lag. Mit einem hauchdünnen 18:17 ging es schließlich in die Pause. Die Halbzeitansprache der Trainer war sinngemäß eindeutig: keine Schwächephase zulassen und weiterhin jeden Zentimeter verteidigen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv, körperlich und von hoher Konzentration geprägt. Gundelfingen präsentierte sich weiterhin entschlossen und als geschlossenes Kollektiv. Immer wieder wurden gute Abschlussmöglichkeiten herausgespielt, während in der Defensive jeder für jeden arbeitete und die Abstimmung nahezu makellos funktionierte.
In der 46. Minute belohnte sich das Team schließlich für seinen Einsatz und baute die Führung auf vier Treffer aus. Der Spitzenreiter reagierte mit einem Time-out, doch die Hausherren ließen sich den Lauf nicht mehr nehmen. Mit einem verdienten 36:33-Heimsieg fügten sie dem bisherigen Tabellenführer die ersten Negativpunkte zu und sorgen damit wieder für Spannung im Titelrennen. (FFr)
Im nächsten Spiel wartet nun der direkte Verfolger aus Schwabmünchen.
Spielverlauf: 0:1; 3:2; 7:5; 10:10; 16:15; 18:17 (HZ); 20:18; 25:23; 28:24; 31:26; 35:31; 36:33
Burcker (TW), Lischka (TW), Röhm (4), Wiedemann, Bauer (8), Krumscheid (8), Nief (4), Deininger (1), Frieß (7), Lohner (3), Kling (1)